Meine erste Kamera – die Nikon 1 J1


Ich male gerne. Und weil ich gerne male, finde ich auch das Fotografieren interessant. Beides bringt einen dazu, die Dinge bewusster zu sehen. Also war es nur logisch, dass ich lange Zeit die Augen für eine vernünftige Kamera offenhielt. Schließlich bot sich die Möglichkeit, eine Nikon 1 J1 zu einem sehr günstigen Preis zu ergattern und, tja, das Unglück nahm seinen Lauf…

Obwohl ich mittlerweile auf eine Spiegelreflexkamera umgestiegen bin, halte ich nach wie vor viel von der kleinen Nikon. Als Systemkamera schlägt sie bezüglich Preis, Größe, Aufnahmequalität und Anspruch an den Bediener die Brücke zwischen kleiner Digitalkamera und großer Spiegelreflexkamera. Und das tut sie meiner Meinung nach gut. Vermutlich werden das ihre Mitbewerber anderer Fabrikate ebenfalls tun, aber die kenne ich nicht und muss die außen vor lassen.

Die Bilder in diesem Blog, die mit der 1 J1 gemacht sind, stammen noch aus der Zeit, in der meine Bildbearbeitung sich lediglich auf das gelegentliche und ganz vorsichtige Beschneiden der Fotos beschränkte. Da mir zu dieser Zeit Begriffe wie RAW oder NEF völlig fremd waren, wurde im JPEG-Format fotografiert und das Bild musste so reichen, wie es die Kamera aufnahm. Die Aufnahmequalität der Kleinen lässt sich also recht gut anhand dieser Fotos beurteilen.

Absolut beeindruckend ist die Schnelligkeit des Autofokus. Auch meine große Spiegelreflex fokussiert recht zügig, kann aber zumindest diesbezüglich in keiner Weise der 1 J1 das Wasser reichen.

Schade ist, dass die Objektive für die kleine Nikon doch recht teuer sind. Nicht zuletzt dieser Umstand war für mich der Anlass, auf eine Spiegelreflexkamera umzusteigen. Die dort verwendeten Objektive kann man, wenn auch in ihren Funktionen eingeschränkt, mittels eines Adapters auch an der Nikon 1 betreiben. Dazu gibt es einfache mechanische Adapter, die relativ erschwinglich sind, dafür aber kaum Objektivfunktionen an die Kamera weitergeben oder aber den von Nikon angebotenen Adapter, der fast das zehnfache kostet, dafür aber auch viele Objektivfunktionen an der Nikon 1 nutzbar erhält. Irgendwann leiste ich mir den mal 🙂

Dennoch, schon mit dem Kitobjektiv lässt es sich gut mit der kleinen Nikon fotografieren. Ich besitze nur das NIKKOR VR 10-30 mm Objektiv, das allgemein nicht als das beste Objektiv für diese Kamera bewertet wird, und konnte damit die meisten Anfänger-Fotosituationen problemlos bewältigen.

Wie man an den beiden beigefügten Fotos erkennen kann, benötigt man für eine hübsche Freistellung (für die ganz Ahnungslosen: das ist, wenn das fokussierte Motiv scharf und der Hintergrund ganz unscharf ist) nicht unbedingt eine Spiegelreflexkamera. Die kleine Nikon mit Kitobjektiv kann das auch.

Noch eine Bemerkung am Rande, da wir gerade beim Thema sind: In Fotografenforen wird gerne vom Bokeh geschwärmt. Mittlerweile weiß ich, dass damit eine Hintergrundunschärfe gemeint ist, die man mit lichtstarken Objektiven und bestimmten Einstellungen erreichen kann. Je nach Fotografiersituation habe ich aber ähnliche Effekte durchaus auch mit meiner Handycam am S3 erreichen können und mit der Nikon 1 J1 ist das ganz problemlos zu machen. Sicher nicht in der Qualität, die ein 1000-Euro Objektiv ermöglicht, aber es geht. Lasst Euch also von den Semiprofis nicht ins Bockshorn jagen. Ob mit oder ohne Bokeh, ob gemäß der Lehre des goldenen Schnitts oder eben frei Schnauze, eure Fotos sollten zunächst einmal euch gefallen.

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3 Gedanken zu “Meine erste Kamera – die Nikon 1 J1

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