Freistellen (Bokeh)


Wahrscheinlich jeder Fotoanfänger möchte ein Foto mit möglichst unscharfem Hintergrund (nennt man dann Bokeh) machen, bei dem das Hauptmotiv aber ganz scharf hervortritt.

Das ist auch überhaupt nicht schwierig. Im Prinzip muss man nur dicht genug an das Motiv heran. Je kleiner die Einstellung für die Blende, die mit der Abkürzung ƒ angegeben wird, desto besser funktioniert es.

Eure Objektive arbeiten in einem bestimmten Blendenbereich, der auf dem Objektiv auch angegeben ist.

Bild oben: An diesem Objektiv ist die Blende mit 1:3.5 – 5.6 angegeben. Das heißt, dass dieses Objektiv eine Blende zwischen ƒ 3,5 und ƒ 5,6 hat.

Kleiner als die am Objektiv angegebenen Werte kann man die Blende nicht einstellen. Ein Objektiv, das einen kleinen Wert ermöglicht, nennt man lichtstark. Je lichtstärker das Objektiv, desto einfacher erreicht man das gewünschte Ergebnis. Dennoch ist ein schönes Bokeh auch mit höheren Blendenwerten möglich. Zum Vergleich zeige ich euch weiter unten zwei Fotos, die mit unterschiedlich lichtstarken Objektiven aufgenommen wurden. Ihr werdet sehen, dass ein etwas höherer Wert nicht unbedingt schlechtere Ergebnisse bringt. 

Stellt also eure Blende auf den kleinsten möglichen Wert. Bei der Nikon D3100 dreht ihr dazu das Rädchen oben auf der Kamera auf A. Modus M ist auch möglich, dann muss aber auch die Belichtungszeit manuell eingestellt werden. Für den Anfang also lieber Modus A.

Danach könnt ihr an dem leicht rechts darunter nach vorne herausstehenden Rädchen eine Blende vorgeben. Das Informationsdisplay zeigt rechts mittig die Brennweite an (im Beispielbild unten F3.5).

Bild oben: An diesem Rädchen könnt Ihr nun die Blende einstellen.

Bild oben: Der eingestellte Wert ist auf dem Display in der Mitte rechts abzulesen (F3.5).

Und nun einfach so dicht ran an’s Motiv, wie’s der Fokus zulässt.

Beispielfotos

Autumn

Mutters Garten 3

Das obere Foto wurde mit Blende 3,5, das untere mit 1,8 aufgenommen.

Anmerkung: In einer fatalen Mixtur aus Euphorie und Ahnungslosigkeit habe ich ursprünglich in diesem Artikel die Begriffe „Blende“ und „Brennweite“ durcheinandergebracht. Das ist nun korrigiert. Dankenswerterweise hat mich Jürgen Schiefer darauf aufmerksam gemacht. Zitat: „Der Wert f beschreibt nicht die Brennweite (das ist nämlich bei dem Objektiv auf dem Foto der Wert 18-105) – sondern der Wert f ist die Blende. Und je größer die Blende (große Blende=kleiner Wert, kleine Blende=großer Wert), desto geringer wird die Tiefenschärfe eines Fotos…“

Und wieder etwas dazu gelernt. 🙂 Vielen Dank dafür!

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3 Gedanken zu “Freistellen (Bokeh)

  1. Hallo Alexandra;-). – Hier gibt es richtig gute Tipps fürs Fotografieren… Ergänzen würde ich hier gerne noch, dass eine große Rolle auch das Objektiv spielt. Gerade bei der (aber natürlich nicht nur ) Makrofotografie – ist ein gutes Makroobjektiv wichtig. Es sollte möglichst 1 : 1 abbilden. Ich habe mal ein 55mm gehabt und nun ein 100 mm. Das Fabrikat spielt nicht unbedingt eine Rolle. Die Bewertungen im Netz sind meist sehr hilfreich bei der Auswahl.

  2. Pingback: Nikon AF-S NIKKOR 50 mm 1:1,8G Objektiv | AleXandra fotografiert

  3. Hallo Alexandra,
    die Brennweite spielauch eine Rolle. Um so mehr Brennweite um so weniger Schärfentiefe. Ich Fotografiere inzwischenauch in Städte fast nur noch mit dem 300 Tele. Zum einen mag ich die Bildaufräumende eigenschaft dee Teleobjektive zum anderen stellen sie in der Stadt fast immer alles frei. Sie auf meinem Blog „Menschen in Rom“, fast alle mit dem 300mm Tele aufgenommen.
    Gruß
    Oli

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