Das Elend mit dem Fokus


Sicher bin ich nicht die einzige, die sich mit dem Thema saubere Fokussierung herumschlägt. Warum es andere immer schaffen, den Fokus ihrer Fotos exakt auf den Punkt zu bringen, wird mir ein ewiges Rätsel bleiben. Ich bin schon glücklich, wenn das Hauptmotiv halbwegs scharf ist. Mittlerweile tröste ich mich mit der Überzeugung, dass das, wie so vieles beim Fotografieren, eine Erfahrungssache ist

Schöne Farben, tolles Motiv, aber…

…bei genauerer Betrachtung wird deutlich, dass der Fokus leider nicht auf den Stempeln liegt, wo er eigentlich hin sollte.

Im Internet findet man von erfahreneren Fotografen einige Ratschläge, die sicherlich richtig sind. Ob man aber mit einem Stativ arbeiten möchte, ist schon Geschmacksache. Mir persönlich ist das lästig. Zwar trage ich in meiner Fototasche ein kleines Stativ mit mir herum; zum Einsatz kam es aber noch nie.

Sinnvoll finde ich es, möglichst nicht aus- oder einzuatmen, wenn man gerade auslöst. Da das ja eine Sache von Sekundenbruchteilen ist, halte ich dabei auch das Risiko des Erstickungstodes für vernachlässigbar;-)

Ganz logisch, dass man die Kamera mit beiden Händen halten sollte, dabei die Arme möglichst am Körper, so dass der Körper Halt und Stütze gibt, oder aber auf einem Stein, Baumstumpf oder irgend etwas geeignetem erhöhten auflegen/aufstützen.

Tja, so viel zur Theorie. In der Praxis sind leider trotzdem viele meiner Bilder unscharf und unsauber fokussiert.

Aber…macht doch gar nix! Die verwackelten muss ich doch niemanden zeigen. In Zeiten der Digitalfotografie ist es doch ganz egal, wenn eine Aufnahme mal daneben geht. Die kann man löschen. Wichtig ist nur, dass man genügend alternative Aufnahmen hat. Das Verhältnis meiner guten Aufnahmen zu den unbrauchbaren ist zur Zeit noch recht kläglich, wird aber langsam besser.

Ich habe mir angewöhnt, die Fotos nicht auf der Kamera zu löschen, sondern erst, wenn ich sie später auf einem Monitor betrachten kann. Erst da kann man wirklich beurteilen, ob einem das Foto gefällt oder nicht und manche vermeintlich schlechte Aufnahme hat sich am heimischen Computer als durchaus brauchbar erwiesen. Es ist ja nicht immer die Schärfe des Motivs, die einem Foto Stimmung und Ausdruck verleiht. Außerdem will ich ja was dazu lernen, was man ja bekanntlich am besten an Fehlern kann.

Mein Rat also von Anfänger zu Anfänger: Fotografiert Motive ruhig mehrmals, eventuell auch mit verschiedenen Einstellungen und beurteilt eure Aufnahmen erst, wenn ihr sie in voller Größe seht und ein wenig mit den diversen Nachbearbeitungsoptionen herumgespielt habt. Nur so sammelt ihr die Erfahrungen, die ihr braucht und das ein oder andere überraschende Schätzchen werdet ihr auch finden.

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Das ist eventuell auch interessant: Autorenhomepage AleXandras Digitale Bücherecke

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5 Gedanken zu “Das Elend mit dem Fokus

    • Irgendwann beschleicht einen dann das Gefühl, dass man doch nicht die Einzige sein kann, die sich damit herumärgert. Aber, nachdem ich mir Deine Fotos angeschaut habe, denke ich, dass Du doch schon eine ganze Ecke weiter bist als ich. Sehr schöne Aufnahmen!

      • ja wie du schon sagst, Übung macht den Meister…neulich habe ich mal irgendwo ein Zitat von einem Fotografen gelesen: „die ersten 10.000 Bilder sind scheisse“ da ist glaube ich viel wahres dran 🙂

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