Fotos bearbeiten – womit?


In einem früheren Artikel habe ich bereits erwähnt, dass ich kleinere Korrekturen an meinen Fotos (Kontrast, Helligkeit, Farben, Beschneiden) mit ViewNX2 vornehme. Das kostenlos verfügbare Programm lag meiner Kamera bei und ist für die Basisbearbeitung absolut ausreichend. Größere Korrekturen widersprechen meinem Verständnis von Fotografie und so vermeide ich sie.

Allerdings findet sich doch hin und wieder ein Foto unter den Aufnahmen, das fast perfekt wäre, wenn da nicht das eine blöde Blatt den Bildaufbau ruinierte, der Himmel fürchterlich fade wäre, oder…, oder…

Für solche Fälle muss also eine Bildbearbeitungssoftware her. Aber welche?

Zur Auswahl stehen: Adobe (Photoshop, Lightroom), Corel Paint Shop Pro, Gimp

Vor vielen Jahren habe ich einmal beim Discounter ein Bildbearbeitungssuite erstanden, die mich treu durch diverse Windowsversionen begleitet hat, mit den neueren Versionen aber nicht mehr kompatibel und leider auch nicht mehr auf dem Markt ist. Die Erfahrung mit diesem Programm hat mich gelehrt, dass der Laie selbst nach jahrelangem Gebrauch oft nur einen Bruchteil der Optionen eines Programms nutzt.

Adobe Photoshop CS6

Adobe Photoshop CS6

Adobe Photoshop Lightroom 5

Adobe Photoshop Lightroom 5

Natürlich habe ich mir zunächst einmal die Adobe-Programme angesehen, deren unbestreitbarer Vorteil es ist, dass scheinbar jeder damit arbeitet. Dadurch wird das Internet überschwemmt mit Anleitungen und Tutorials für Photoshop und Lightroom und es ist kein Problem, Hilfe bei Programmfragen zu finden. Schön, also dann mal fix bei idealo nach den Preisen geschaut…ähm…öhm…nö! Echt nicht!

Aber Google hilft. Dort stieß ich auf Gimp, eine kostenfreie Software, die hochgelobt wird. Gimp befindet sich also seit einigen Tagen auf meiner Festplatte. Die Installation unter Window 8 verlief problemlos. Das Programm macht einen guten und umfangreichen Eindruck, zeigt sich aber sehr zäh, wenn man beginnt, sich einzuarbeiten. Auch für Gimp finden sich diverse Tutorials im Internet. Mir persönlich scheint das Programm überfrachtet und ein schnelles Einarbeiten ist nicht so ohne weiteres möglich.

PaintShop Pro X5 Ultimate

PaintShop Pro X5 Ultimate

Corel wartet mit Paint Shop Pro, mittlerweile in der Version X6, auf. Die Vorgängerversion Paint Shop Pro X5 ist recht günstig zu haben und unterscheidet sich nicht so sehr von der aktuellen Version, dass ich das teurere aktuelle Programm unbedingt haben müsste. Sollte ich später doch die aktuelle Version haben wollen, gibt es ein vergünstigtes Update. Auch für Paint Shop Pro finden sich Tutorials, sowohl auf der Corel Homepage als auch im Internet, allerdings oft in Englisch. So fand also auch Paint Shop Pro X5 den Weg auf meine Festplatte. Auch hier verlief gestern die Installation ohne Mucken und auch hier sitze ich wieder ein wenig fassungslos vor einer Vielzahl von Programmoptionen, die ich erst einmal ausprobieren muss, bevor ich in späteren Artikeln näher darauf eingehen kann.

Wer vor der Entscheidung für ein Bildbearbeitungsprogramm steht, findet untenstehend ein paar Links, die nützlich sein könnten. Wenn ihr auf die kleinen obenstehenden Produktbilder klickt, kommt ihr direkt zum Amazon-Angebot, das zur Zeit (Oktober 2013) gemäß Idealo das jeweils preisgünstigste ist.

Programm / Herstellerseite Preis gem. Idealo (Stand Okt. 2013) Amazon Bewertungen
Gimp 2.8  kostenlos nicht verfügbar
Paint Shop Pro X5   ab 39,- Euro 4 Sterne
Paint Shop Pro X6 ab 64,- Euro 4,5 Sterne
Photoshop CS6 ab 840,- Euro 4,5 Sterne
Photoshop Elements 12 ab 73,- Euro 3 Sterne
Lightroom 5 ab 97,- Euro 4,5 Sterne
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9 Gedanken zu “Fotos bearbeiten – womit?

  1. Ich arbeite seit Jahren mit PhotoImpact x3 und bleibe auch dabei. Das gibt es mittlerweile zum absoluten Spottpreis und beinhaltet wahnsinnig viele Funktionen. Der einzige Nachteil: Es kann kein Raw – das muß dann erst mit View NX2 konvertiert werden.

  2. Hallo Alexandra,
    sehr interessantes Thema.Prinzipiell denke ich da wie Du. Eines darf man aber nicht vergessen, auch zu analogen Zeiten hat man viel an Nachbearbeitung betrieben. Das hat mit der Auswahl de Films bereits angefangen. Ein ILFORD HP5 macht sich anders als ein FP4. Auch bei den farmfilmen war nicht einer wie der andere. Kodak E400 hatte eine Grünstich, Fuji eher ins blaue usw.Im Labeor hat man dann bei der Film entwicklung getrixt un dbei den Abzügen wurde auch der Tonwertumfang angepasst, hartes oder weiches Papier, abgewedelt oder nachbelichtet,Masken geschnitten. Ich habe für so manschen Abzug einen ganzen Tag in der Dunkelkammer gestanden und dann ist er beim Trocnen auf der Trockenpresse angebrannt:-(
    Will sagen in Granzen finde ich Nachbearbeitung schon OK, der Betrachter bewertet das fertige Bild und nicht den Weg zum Bild.
    Aber ich gebe zu ich halte es auch eher etwas geringer mit der Nachbearbeitung, weichgespülte Haut zum Beispiel finde ich geht über haupt nicht.

    Ich arbeite übrigends mit Gimp. es kann viel, es geht fast nichts automatisch und man muss wissen warum man gerade was macht, daher mag ich das Programm. Solltest Du Fragen dazu haben helfe ich Dir sehr, sehr gernedamit.

    Gruß
    Oli

    • Prima, dann weiß ich ja, an wen ich mich wende, wenn ich mich mit Gimp befasse. Danke! Momentan arbeite ich mit dem CiberLink Programm, weil’s so herrlich bequem ist.

      In Maßen spricht ja auch gar nichts gegen Bildbearbeitung. Und je nach Art und Weise des fotografischen Selbstverständnisses ist ja auch eine

      • …hoppla, der Kater fand die Tastatur interessant 😀 Also weiter:

        …eine Sache ded persönlichen Vorstellung dessen, was man da tut. Auch da gibt es sehr gute Arbeiten. Mir persönlich liegt es nicht so, weil ich dann lieber gleich male.

  3. Pingback: Berliner Dom | AleXandra fotografiert

  4. Danke für die Übersicht. Persönlich arbeite ich mit Photoshop CS 6 und wehre mich gegen die Aboversion. Irgendwann wird es aber doch die werden ;-). Ich bin auch ein Fan von der alten Nik Software, die von Google übernommen wurde. Mit dem Programm kann man die Fotos verschönern (ist sicher eine Geschmacksache). LG bilere

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