Gesucht: Die eierlegende Wollmilchsau


Seit 2013, also seit ich das Fotografieren nicht mehr nur als Gelegenheitsknipserei sondern nunmehr mit vielen -ismussen (Enthusiasmus, Dilettantismus und Optimismus) betreibe, arbeite ich im wesentlichen mit zwei Bildbearbeitungsprogrammen:

Die Rohbearbeitung mit ViewNX 2 von Nikon und anschließende Bearbeitung mit dem Cyberlink PhotoDirector 2011 inklusive Update auf Version 3.

Nun befinden wir uns ja bekanntermaßen im Jahr 2015, zwei Jahre sind eine Menge Zeit für Programmentwickler und meine Software war schon von Anfang an veraltet, da ich keine Notwendigkeit für die aktuellen und somit auch deutlich teureren Versionen sah. Beide Programme laufen widerspruchslos auf Windows 8.1 und 10 und sind meiner Meinung nach immer noch ein Tipp für EBV-Anfänger.

Kurz und gut, obwohl nicht unbedingt notwendig, wollte ich mir etwas Neues gönnen. Zur Auswahl standen der PhotoDirector in aktueller Version 7, die man als 30-tägige Testversion herunterladen kann und PaintShop Pro X7 oder X8. Grundsätzlich ist zu den beiden Optionen zu sagen, dass der PhotoDirector sehr bequeme vorgefertigte Bearbeitungen bietet, dafür leider aber in der benutzereigenen Bearbeitung eher unflexibel und störrisch ist. Wer schnelle Ergebnisse sucht, ist hier richtig, wer Pixel nach eigenen Ideen über den Monitor schubsen möchte, sollte lieber eine vollwertige Bildbearbeitung wählen.

Ein weiteres Entscheidungskriterium war natürlich der Preis. Cyberlink ermöglicht kein Upgrade von Version 3 und so hätte mich die aktuelle Programmversion stolze 99,- Euro gekostet. Angesichts der Preise, die für vollwertige Bildbearbeitungsprogramme der Konkurrenz aktuell sind, ist das schlicht zu teuer. Sorry, Cyberlink, da musste nun eine lange und fruchtbare Freundschaft beendet werden; ich habe mich für Corels PaintShop Pro X7 Ultimate entschieden.

Das Programm ist eine vollwertige Bildbearbeitung mit einer integrierten, etwas zähen Bilderverwaltung. RAW-Fotos bearbeitet es ebenso anstandslos wie JPGs und es gibt eine Sicherungsfunktion, die verhindert, dass Originalaufnahmen bei der Bearbeitung verloren gehen.

Insgesamt ist sicher etwas Einarbeitung erforderlich, aber das ist bei einem Programm mit dieser Funktionsvielfalt nicht ungewöhnlich. Große Freude habe ich an den HDR-Funktionen, für die man wegen der zu bewältigenden Datenmenge zwar etwas Geduld braucht, die aber sehr schöne und vor allem nachträglich anpassbare Ergebnisse liefern. Standardarbeitsschritte, wie zum Beispiel Wasserzeichen oder Bildgrößenänderung, können als Einzelschritt oder aber als Batchmakro hinterlegt und später aus der Bearbeitungsleiste beliebig gestartet werden. Das macht das Arbeiten ganz schön komfortabel.

Noch wusel ich mich Schritt für Schritt durch die vielen Möglichkeiten des Programmes, aber schon jetzt finde ich den gezahlten Preis (ca. 55,- Euro) angemessen. Das Programm läuft problemlos unter Windows 10, wurde mittlerweile von der Nachfolgeversion Corel PaintShop Pro X8 Ultimate abgelöst, die geringfügig teurer ist.

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2 Gedanken zu “Gesucht: Die eierlegende Wollmilchsau

  1. Die Eierlegendewollmilchsau gibt es nicht. Man muss immer abschätzen wie und was man machen will.
    CorelPaintShop ist ein gutes Programm, habe mir auch die Testversion ein paar mal runtergeladen und war sehr zufrieden. Hat ach einiges raus gerissen bei den Bildern.
    An Gimp habe ich mich auch mal versucht aber wahre Freunde sind wir nie geworden, ausserdem scheint es mir total überaltert zu sein da man nicht ohne weiteres RAW verarbeiten kann.
    Schließlich bin ich bei Adobe Abo mit Lightroom hängen geblieben.
    Kostet zwar etwas mehr aber das ist es mir für meine Bilder auch wert.

  2. Gimp hat halt sehr viele Erweiterungsoptionen, die im Prinzip alles, was man machen möchte, auch möglich machen, erfordert aber sehr intensive Einarbeitung und ziemlich häufige Recherche im Internet. Die Erweiterbarkeit ist da Fluch und Segen zugleich. Mir ist das auch zu mühsam; schließlich möchte ich mich mit Fotos beschäftigen und nicht mit Programmoptionen.
    Die Adobe-Abos sind, abgesehen vom Preis, nicht jedermanns Sache. Vorteil von Adobe ist und bleibt aber, dass die Programme Referenz sind und es unglaublich viel Hilfestellung im Netz oder gar bei Adobe selbst gibt.
    Letztendlich muss jeder für sich entscheiden, was er benötigt, ob es unbedingt die neueste Version des teuersten Programmes sein muss oder ob man nicht auch mit einer älteren und/oder günstigeren Version das erreicht, was man an seinen Fotos machen möchte. Erfreulicherweise gibt es ja für fast alle Programme Testversionen.

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