Gegenlichtaufnahme bearbeiten


Gegen die Sonne zu fotografieren ist reizvoll, führt aber zu recht dunklem Vordergrund. Der Kamera geht es da nicht anders als uns, wenn wir in die Sonne sehen.

Das Ergebnis sieht dann so aus:

1 Gegenlicht

Schönes Lichtspiel, aber das Motiv ist viel zu dunkel.

Wie versprochen gehe ich ab jetzt in loser Folge auf die Bildbearbeitungsfunktionen von Corel PaintShop Pro X8 Ultimate ein. In den meisten Fällen sollte die Bearbeitung mit der X7-Version gleich oder zumindest sehr ähnlich sein. Darüber hinaus werden andere hochwertige EBV-Programme sicher ähnliche Bearbeitungsmöglichkeiten bieten.

Ich zeige, wie ich selbst mit dem Programm umgehe. Für alle, denen Besserwissern ein ebenso liebes Hobby ist wie mir selbst 😉 , ein paar Vorbemerkungen:

  • Bildbearbeitung heißt für mich, das aus einem Bild herauszukitzeln, was man zeigen möchte, wozu es aber mangels fotografischen Könnens oder wegen unzureichender Hardware nicht ganz gereicht hat. Ideal wäre ein Foto, das keinerlei Bearbeitung benötigt, aber davon bin ich noch sehr weit weg.
  • Viele Wege führen zum Wunschbild. Wer einen anderen, vielleicht besseren oder schnelleren Weg kennt, täte mir einen Gefallen, den anzumerken. Dabei ist egal, ob das Problem schon beim Fotografieren oder erst bei der späteren Bearbeitung gelöst werden kann. Wäre schön, wenn wir alle hier ein wenig voneinander lernen könnten.
  • Was wir selbst schön oder weniger schön finden, ist hier, in diesem Artikel, nicht das Thema. Geschmack ist etwas sehr individuelles und darf gern in anderen Artikeln diskutiert werden. Hier geht es lediglich darum, wie bestimmte Aufgaben gelöst werden können.

Nun aber zum ersten fotografischen Problem und dessen Lösung in PaintShop:

Gegenlichtaufnahmen bearbeiten

PaintShop bietet die Möglichkeit der HDR-Bearbeitung, sowohl für mehrere verschieden belichtete Rohdateien der gleichen Aufnahme (RAW oder im Nikonjargon NEF als Endung) oder aber auch für eine einzelne, die dann vom Programm in verschiedene Belichtungsvarianten gesplittet wird. Wichtig ist, dass man im RAW-Modus fotografiert, denn die Möglichkeiten JPGs hier zu nutzen sind eingeschränkt.

1 capture_Gegenlicht

Im Programmreiter „Verwaltung“ kann man per rechtem Mausklick Optionen für einzelne Fotos aufrufen. Hier also dann „HDR“ und „einzelnes RAW-Foto“ auswählen.

 

2 capture_Gegenlicht

Es öffnet sich ein neues Programmfenster, in dem ihr zunächst einmal euer Kameraprofil auswählen könnt. Meiner Erfahrung nach funktioniert das Ganze aber auch mit den Voreinstellungen, was aber vermutlich von Kamera zu Kamera unterschiedlich sein wird. Einfach ausprobieren!

Nun müsst Ihr das Foto teilen. PaintShop berechnet nun verschiedene Belichtungen. Das dauert ein wenig. Sobald unter dem Hauptbild 3 Miniaturen angezeigt werden (oder, falls ihr mehr Belichtungsvariationen eingestellt habt, die entsprechende Anzahl), ist der Button „Verarbeiten“ anklickbar. Also los!

Auch hier braucht man wieder Geduld…und Geduld…und Geduld…die sich aber lohnt! Nach Abschluss der umfangreichen Berechnungen erscheint ein neues Bild, jetzt deutlich heller.

3 capture_Gegenlicht

Auf der linken Seite schlägt das Programm verschiedene Varianten vor, die alle einzeln per Schieberegler anpassbar sind. Außerdem können eigene Anpassungen als Templates gespeichert werden. Sehr praktisch, wie ich finde.

Beim Wechseln zwischen den verschiedenen Templates wird wahrscheinlich früher oder später wegen des hohen Rechenaufwands die Grafikkarte nicht mehr so recht mithalten, passiert mir auch immer wieder. Dann erscheint das Bild grieselig. Dieses Bildrauschen wird nur auf dem Monitor wegen der arbeitsunwilligen Grafikkarte so angezeigt, beim gespeicherten Bild wird das später nicht vorhanden sein.

Wenn ihr euer Bild nun so eingestellt habt, wie ihr es euch vorstellt, startet ihr mit „Verarbeiten“ das tatsächliche Erstellen des Bildes. Das wird wieder etwas Geduld von euch fordern, aber meist verschwindet schon dabei auch wieder das Bildrauschen.

Das fertige Bild könnt ihr nun anhand der Optionen in der linken Bildhälfte weiter bearbeiten. Durch Anklicken von „Bearbeiten“ wird eine Sicherheitskopie gespeichert und zum Hauptprogramm für ausführlichere Weiterbearbeitung gewechselt. Schneller und ebenso effektiv könnt ihr aber einfach auf „Speichern und Schließen“ klicken und – falls ihr noch weiter am Bild arbeiten wollt – die nun gespeicherte Datei selbst im Hauptprogramm öffnen.

4 capture_Gegenlicht

Und, bitteschön, ein schwarzer, scherenschnittartiger Vordergrund entpuppt sich nun als filigranes Gewächs; als angenehmer Nebeneffekt erscheint das gesamte Bild nun farblich lebhafter.

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